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Iftar-Menü zusammenstellen: dreißig Abende etwas Gutes auf dem Tisch
Ein Iftar-Menü für den ganzen Monat zusammenstellen? So ist ein Iftar aufgebaut, ein Wochenmenü aus sieben Abenden und was du bei Gästen rechnest.
Ein Iftar zu kochen ist nicht schwer. Dreißig Abende hintereinander schon, vor allem wenn du tagsüber nichts isst und erst nach der Arbeit anfangen kannst. Das Problem ist fast nie, dass dir ein Rezept fehlt. Es ist, dass du gegen vier Uhr nachmittags entscheiden musst, was heute Abend auf den Tisch kommt, und zwar genau dann, wenn dein Kopf am wenigsten danach steht.
Deshalb hilft ein Menü mehr als ein Rezept. Nicht um alles festzulegen, sondern damit die Entscheidung schon gefallen ist, bevor der Tag schwer wird. Unten steht, wie ein Iftar aufgebaut ist, ein Wochenmenü zum Übernehmen und was du tust, wenn plötzlich zehn Leute mit am Tisch sitzen.
Wie ein Iftar-Menü aufgebaut ist
Ein Iftar folgt fast überall derselben Reihenfolge, und genau diese feste Form macht das Planen leicht. Du füllst jedes Mal dieselben vier Plätze.
- Das Fastenbrechen selbst. Datteln und Wasser oder ein Glas Milch. Klein, süß und sofort.
- Suppe. In der türkischen Küche ist çorba der eigentliche Anfang der Mahlzeit. Mercimek çorbası (rote Linsensuppe) ist der Klassiker, ezogelin çorbası (Linsensuppe mit Bulgur) etwas kräftiger, yayla çorbası (Joghurtsuppe mit Minze) dagegen leichter.
- Das Hauptgericht. Meist ein sulu yemek, ein Schmorgericht mit Sauce, dazu Reis oder Bulgur. Das ist der Teil, der wirklich satt macht.
- Etwas Süßes und Tee. Oft später am Abend, nicht direkt nach dem Hauptgericht.
Sieh diese vier Plätze als Fächer. Du musst pro Abend nur wählen, was hineinkommt, und das spart mehr Zeit als jedes Rezept.
Ein Wochenmenü für Iftar
Sieben Abende, jeweils mit einer Suppe, einem Hauptgericht und etwas dazu. Das ist keine Vorschrift, sondern ein Rhythmus, der funktioniert: ein Abend ohne Fleisch, ein leichter Hähnchen-Abend, und der vollste Tisch an dem Abend, an dem Gäste kommen.
- Abend 1. Mercimek çorbası, danach etli kuru fasulye (weiße Bohnen in Tomatensauce) mit pirinç pilavı.
- Abend 2. Yayla çorbası und imam bayıldı (Aubergine in Olivenöl, ohne Fleisch), dazu Brot.
- Abend 3. Ezogelin çorbası mit İzmir köfte und taze fasulye (grüne Bohnen).
- Abend 4. Ein leichter Abend: tavuk şiş mit Pilav und Salat.
- Abend 5. Sulu köfte, Hackbällchen in Brühe, bei denen Suppe und Hauptgericht in einem Topf stecken.
- Abend 6. Etli güveç (Schmortopf aus dem Ofen) mit Reis. Das Gericht, das Aufwärmen am besten verträgt.
- Abend 7. Der Abend, an dem oft Besuch kommt: adana kebab, bamya (Okra in Tomatensauce) und biber dolması (gefüllte Paprika), danach Baklava.
Wiederhole diesen Rhythmus viermal und der ganze Monat steht. Tausche pro Woche einen oder zwei Abende aus, dann bleibt es neu, ohne dass du neu planen musst.
Für wie viele Menschen kochst du?
Hier scheitern die meisten Iftar-Planungen. Nicht weil das Essen misslingt, sondern weil die Zahl der Esser pro Abend anders ist: unter der Woche vier, am Wochenende plötzlich zehn.
Ein paar Faustregeln, die es einfach halten:
- Rechne pro Person ein Hauptgericht und eine Schale Suppe. Auf unserem Menü ist ein Gericht eine Portion, Zählen ist also Addieren.
- Reis, Bulgur und Brot skalierst du getrennt. Die verschwinden schneller, als du denkst, wenn die Runde größer ist.
- Plane bei Gästen ein Gericht extra, keine größeren Portionen. Mehr Vielfalt auf dem Tisch wirkt großzügiger als mehr vom Gleichen.
- Halte einen Abend frei. Es kommt immer ein Abend, an dem du bei der Familie isst oder es schlicht nicht klappt.
Vorkochen oder frisch liefern lassen
Es gibt zwei Wege, dreißig Abende zu schaffen, und beide sind gut.
Vorkochen funktioniert am besten mit Schmorgerichten. Etli güveç, kuru fasulye und Suppe werden oft besser, wenn sie einen Tag gestanden haben, und sie wärmen auf, ohne dass die Struktur darunter leidet. Koch am Wochenende zwei große Töpfe und friere Portionen ein. Was weniger gut geht: Frittiertes, frischer Salat und alles, was knusprig bleiben soll.
Frisch liefern lassen spart dir die Planung und den Abwasch. Wir kochen alles kühlfrisch, 100% halal und nie aus der Tiefkühltruhe, und du wärmst es in fünf Minuten auf. In der Praxis kombinieren die meisten: am Wochenende selbst kochen, unter der Woche aufwärmen. Sieh dir das ganze Menü an oder lies, wie du ein Iftar ohne selbst zu kochen regelst.
Was du auch wählst: leg es vor dem ersten Tag fest. Mitten im Monat ein neues System zu erfinden, schafft niemand.
Iftar mit Gästen
Der Abend mit Besuch ist ein anderer Abend. Nicht schwieriger, aber anders aufgebaut: du willst etwas auf dem Tisch, das geteilt wird, und du willst selbst mit am Tisch sitzen.
Drei Dinge, die das möglich machen:
- Stell Meze hin, wenn das Fasten gebrochen wird. Gefüllte Paprika, bamya, Oliven und Brot stehen schon da, wenn alle hereinkommen, es gibt also sofort etwas zu teilen.
- Wähle ein Hauptgericht, das warten kann. Schmorgerichte bleiben auf kleiner Flamme gut; gegrilltes Fleisch wird kalt und zäh.
- Halte den Nachtisch klein. Baklava und Tee, später am Abend. Nach einem vollen Tisch isst niemand noch ein zweites Dessert.
Willst du den ganzen Monat im Voraus planen statt Abend für Abend, dann lies unsere Ramadan-Wochenplanung. Und für die andere Seite des Tages: Suhoor-Ideen, die dich bis zum Abend auf den Beinen halten.
Häufig gestellte Fragen
Was gehört auf ein Iftar-Menü?
Ein Iftar beginnt mit Datteln und Wasser, danach folgt Suppe, dann ein Hauptgericht mit Reis, Bulgur oder Brot, und später am Abend etwas Süßes mit Tee. Diese feste Reihenfolge macht das Planen leicht: du füllst pro Abend dieselben vier Plätze.
Wie stellst du ein Iftar-Menü für den ganzen Monat zusammen?
Mach ein Wochenmenü aus sieben Abenden und wiederhole es viermal, wobei du pro Woche einen oder zwei Abende austauschst. So steht die Entscheidung fest, bevor der Tag beginnt, und trotzdem bleibt Abwechslung.
Wie viel Essen rechnest du pro Person beim Iftar?
Rechne pro Person ein Hauptgericht und eine Schale Suppe und skaliere Reis, Bulgur und Brot getrennt. Kommen Gäste, plane ein Gericht extra statt größerer Portionen.
Welche Gerichte kannst du für Iftar vorbereiten?
Schmorgerichte und Suppen eignen sich am besten: etli güveç, kuru fasulye und mercimek çorbası kannst du einen Tag vorher machen, sie wärmen gut auf. Frittiertes und frischen Salat machst du besser am Abend selbst.
Was ist ein gutes Iftar-Menü, wenn du wenig Zeit hast?
Kombiniere: koch am Wochenende einen oder zwei große Töpfe und wärme unter der Woche auf. Ein frischer Mahlzeitenservice kann die Abende unter der Woche übernehmen, sodass du nur noch aufwärmst.